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Quelle: work.hfkg.university

Studierende: Yannick Brückner und Andreas Neumann
Betreuer: Prof. Christiane Nowottny und Uli Matheus

Immer wieder kommen Menschen im Alltag mit Inklusion in Berührung, dies ist auch wichtig, damit sich die Gesellschaft damit auseinandersetzt.

Es geht nicht nur um Integration behinderter Menschen, sondern viel mehr um Inklusion als Ganzes, denn jeder Mensch hat das Recht darauf sich frei zu bewegen und gehört zu werden. Inklusion kann aber nur dann funktionieren, wenn jeder mitmacht und mithilft, sei es in der Schule oder auf der Arbeit oder generell in der Freizeit oder in der eigenen Familie und im Umfeld. Und genau das soll mit dem Projekt „Buntes Wohnen“ geschaffen werden. Buntes Wohnen steht für Inklusion, für das Zusammenleben Menschen aller Art, ob mit oder ohne Behinderung, Mensch ist Mensch und das steht beim Bunten Wohnen im Vordergrund.

Aus diesem Grund sind wir besonders stolz darauf, dass wir ein Teil davon sein können und auch dazu beitragen können, dass Menschen sich wohl fühlen und keine Einschränkungen erfahren müssen, denn wir durften das Leitsystem für das Bunte Wohnen erstellen.

Aufgabenstellung

Für das neue Inklusions-Wohnprojekt „Buntes Wohnen Heilbronn GmbH & Co. KG“ wurde am 04.12.2015 ein rund 2.800 Quadratmeter großes Grundstück auf dem Gelände des ehemaligen Heilbronner Südbahnhofs erworben.
Verkäufer war die Stadtsiedlung Heilbronn. Hierbei soll eine Wohnform des Miteinanders geschaffen werden, in jeder denkbaren Wohnform wie z.B. Studenten, Familien mit oder ohne Kinder, ältere Personen, alleinstehende Personen oder Menschen mit Handicap, die miteinander leben. Es wird ein Wohnen ohne Barrieren – seien es bauliche oder menschliche – und dennoch eine geschützte und kommunikative Wohnform für alle geschaffen. Das „grüne Wohnzimmer“ bildet der ca. 400 m² große Innenhof. Mit seinen Sitzgelegenheiten wird er zum Ort der Kommunikation und gelebten Inklusion allen Bewohnern des Hauses dienen, bietet aber auch individuelle Rückzugsmöglichkeiten. Weitere Begegnungsräume sind vorgesehen, die bewusst ins Erdgeschoss gelegt werden statt in den Keller.

Das Gebäude ist von der Ostseite und der Westseite zugänglich, somit hat das Gebäude zwei verschiedene Treppenaufgänge mit abgetrennten Wohneinheiten. Die Wohneinheiten müssen mit Namen und Initialen versehen werden, um einen strukturierten Überblick zu erschaffen. Die Idee hinter dem „Bunten Wohnen“ ist es, dass alle Wohnräume und Etagen anders aufgebaut sind, sodass keine Wohnung und kein Apartment gleich aussehen. Dadurch ergibt sich die Schwierigkeit, dass jede Etage anders gestaltet werden muss. Es bestand auch die Unbestimmtheit, wie man von der Tiefgarage zum Treppenhaus gelangt und welche Wohnungsnummer sich in welchem Stock befindet.bBei der Zielbestimmung haben wir uns mit dem Auftraggeber über Anliegen, Inhalt und gewünschte Ergebnisse verständigt. Die wesentliche Aufgabe ist es herauszufinden, welche Designleistung die Ziele des Auftraggebers widerspiegelt. Wichtig ist es uns, dass ein kontinuierlicher Austausch über das gemeinsame Verständnis der Situation stattfindet. Als Designer haben wir oft Überzeugungsarbeit leisten müssen, dazu sind Empathie und Verständnis für die jeweilige Situation erforderlich. Das Ergebnis der Zielbestimmung ist, zu verstehen, was der Auftraggeber mit der entstehenden Dienstleistung erreichen möchte und wie wir als Designer mit unseren spezifischen Kompetenzen und Fähigkeiten dabei helfen.

Yannick Brückner und Andreas Neumann